Sonntag, 27. Dezember 2015

...mit Sauergeschnetzeltem rheinischer Art.

Ein echter kölscher Klassiker ist Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen. Gab's ganz früher immer zu ganz besonderen Anlässen bei den Großeltern. Und dann aber immer mit Pferdefleisch. Natürlich. Traditionell. Ich war damals noch klein und fand alles superlecker, was mein Großvater lecker fand. Damals war der Funke der Erkenntnis in mir noch in sehr weiter Ferne. Allerdings: Die Aufregung über Pferdefleisch verstehe ich bis heute nicht. Ob es sich um ein Pferd, Schwein, Lamm, Kalb, Huhn, einen Fisch oder eine Kuh handelt, die da unnötigerweise auf dem Teller landen: Tot ist tot.

Um den Geschmack und die Erinnerung an damals in das hier und jetzt zu holen, bedarf es aber glücklicherweise weder eines toten Pferdes noch irgendeines anderen toten Tieres.


Grundrezept für 2 - 3 Personen:
  • 150 g Soja Rinderfilets v. Vantastic Food
Marinade:
  • 200 g Möhren, klein gewürfelt
  • 1 Zwiebel, klein gehackt
  • 2 TL getr. Thymian
  • 2 TL schwarze Pfefferkörner
  • 3 Gewürznelken
  • 3 Lorbeerblätter
  • 5 getr. Wachholderbeeren
  • 250 ml Wasser
  • 300 ml veganer Rotwein
  • 150 ml veganer Rotweinessig
  • ein Teesieb für die Kräuter
Zum Braten:
  • 4 EL Rapsöl
  • 1 Zwiebeln, klein gehackt
  • 1 EL Tomatenmark
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 80 g Pumpernickel, fein zerbröselt
  • 1 - 2 TL Speisestärke
  • 1 EL veganer Balsamico Essig
  • 2 EL Zuckerrübensirup
  • Salz
Zuerst die Soja Rinderfilets nach Packungsanweisung in ausreichend Wasser 10 Minuten köcheln lassen. Wasser abgießen und die Filets abkühlen lassen. Dann kräftig ausdrücken.

Für die Marinade in einem Kochtopf die Möhren, Zwiebel, Thymian, Pfefferkörner, Gewürznelken, Lorbeerblätter und Wacholderbeeren in 250 ml Wasser kurz aufkochen lassen. (Tipp: um sie später besser entfernen zu können, am besten die Pfefferkörner, Gewürznelken und Wacholderbeeren in einem verknoteten Teesieb in den Topf legen). Vom Herd nehmen und lauwarm abkühlen lassen. Zusammen mit Rotwein, Essig und Sojafilets in eine Schüssel geben, sodass die Filets von der Marinade bedeckt sind. Mit Folie abdecken und mindestens über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

Die Filets aus der Marinade fischen und etwas abtrocknen. Den restlichen Inhalt der Schüssel durch ein Sieb gießen und die Marinade dabei auffangen (die wird später noch gebraucht). Das Teesieb und die Lorbeerblätter aus dem Sieb fischen.

Mariniertes Gemüse gut abtropfen lassen und dann zusammen mit der weiteren Zwiebel in einem Topf in Rapsöl 10 Minuten anbraten. Tomatenmark zugeben und mit 300 ml Marinade ablöschen. So lange köcheln, bis die Marinade fast vollständig eingekocht ist.

Jetzt die Filets dazugeben und mit restlicher Marinade und Gemüsebrühe auffüllen. Aufkochen und bei kleiner Hitze 30 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen. Pumpernickelbrösel dazugeben und weitere 10 Minuten köcheln. Speisestärke mit ein bisschen kaltem Wasser anrühren und schnell in die Soße einrühren.Noch einmal kurz aufkochen.

Soße mit Balsamico, Zuckerrübensirup und Salz abschmecken.


Freitag, 4. Dezember 2015

...mit der Gewinnerin der 4ten Favoritenverlosung.

Der Kommentareinsendeschluss für die letzte Favoritenverlosung war am 30.11.2015. Vielen Dank an alle die teilgenommen haben.


Caro hat das Päckchen voller frisch gepresster Säfte gewonnen.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!

Samstag, 21. November 2015

...mit Kirschkuchen.

Kirschen sind ja was Feines. Steht irgendwas mit Kirschen auf der Speisekarte, bin ich direkt Feuer und Flamme. Waffeln mit heißen Kirschen - ein Träumchen. In Sachen Kuchen scheinen die leckeren roten Kugeln aber eine eher untergeordnete Rolle zu spielen. Findet sich mal ein Kuchen mit Kirschen, sind diese meistens keine Hauptzutat und nur spärlich im Backwerk verteilt. Dabei muss noch nicht mal Kirschsaison sein, um einen echten Kirschkuchen zu backen, der seinen Namen auch verdient hat. Sauerkirschen im Glas sind eine tolle Alternative.


Rezept für eine Springform 23 cm
  • 300 g Mehl
  • 1 EL Sojamehl
  • 160 g feiner Rohrzucker
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Pflanzenmargarine, kalt und in kleine Stücke geschnitten
  • 2 EL Wasser, kalt
  • 1 großes Glas Sauerkirschen (680 g)
  • 25 g Speisestärke
  • 3 EL Hafercuisine
In einer großen Schüssel Mehl, Sojamehl, 100 g Zucker und eine Prise Salz gut vermengen. Die Margarinestückchen und das Wasser kurz aber gründlich mit der Mehlmischung zu einem Teig verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und 1 Stunde in den Kühlschrank legen.

Die Springform einfetten. 2/3 des Teigs 4 cm breiter als den Springformboden ausrollen und die Form so auskleiden, dass ein 2 cm hoher Rand entsteht. Den restlichen Teig auf Größe der Springform ausrollen und mit der Gabel mehrfach einstechen. Beides erst einmal in den Kühlschrank stellen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Die Kirschen in einem Sieb abgießen und den Saft in einer Schüssel auffangen. 3 EL Kirschsaft zusammen mit 60 g Zucker in einem Topf aufkochen. In den restlichen Saft die Speisestärke mit dem Schneebesen verrühren und in den Topf einrühren. Mischung noch einmal aufkochen. Den Topf vom Herd nehmen und die abgetropften Kirschen einrühren. Mischung etwas abkühlen lassen und dann auf den Teigboden verteilen. Den Teigdeckel vorsichtig auf die Kirschmasse legen und am Rand andrücken. Mit Hafercuisine bestreichen.

Den Kuchen auf der zweiten Schiene von unten ca. 40 Minuten hellbraun backen.