Sonntag, 4. November 2012

...durch Zeichenerklärungen.

Das V für vegan.

Seitdem ich mich mit dem Thema so intensiv beschäftige und sozusagen den Blick für das Gesamtbild erweitert habe, sehe ich scheinbar die Bäume vor lauter Wald nicht mehr. Man vergisst leicht, dass man selber anfangs Schwierigkeiten hatte, die veganen Produkte von den nichtveganen zu unterscheiden.

Als ich angefangen habe, mich mit veganer Lebensweise zu beschäftigen, habe ich mich vorrangig an die Produkte gehalten, die entsprechend gekennzeichnet waren. Einige der Zeichen waren mir bereits bekannt, da ich auch bereits zu meiner Zeit als Vegetarierin bei Kosmetik auf tierversuchsfreie Produkte geachtet habe. Zu den bekannten Logos gehören z. B. das grüne V mit der Sonnenblume der Vegan Society, der springende Hase der BUAV (British Union for the Abolition of Vivisection - Britische Vereinigung für die Abschaffung von Tierversuchen) oder der Hase mit den pinkfarbenen Ohren von PETA.
Es gibt derzeit weder eine gesetzliche Verpflichtung vegane Produkte entsprechend zu kennzeichnen noch eine gesetzliche Grundlage, die die Verwendung einer veganen Kennzeichnung kontrollieren könnte. Manche Unternehmen lassen sich oder einzelne Produkte von der Vegan Society oder der BUAV zertifizieren und dürfen dann das jeweilige Logo abbilden. Es gibt einige Diskussionen im Netz über die Korrektheit bei der Vergabe der Zertifizierungen. Wie gesagt, es gibt derzeit keine Gesetzesgrundlage, daher ist es als Konsument relativ schwierig herauszufinden, inwieweit die Produkt tatsächlich die Kennzeichnung vegan verdienen oder nicht.

Ich denke, man sollte sich trotzdem daran orientieren. Schwarze Schafe gibt es überall. Die meisten tierfreundlichen Firmen gehen aber sehr offensiv mit dem Thema „vegan“ oder „tierversuchsfrei“ um und erwähnen es bereits in ihrer Firmen-, Produkt- oder Markenphilosophie. Aber nicht alle dieser Firmen tragen auch unbedingt ein Zertifikat. Einige entwickeln ein eigenes Logo, manchmal findet man aber auch nur den Hinweis „Für Veganer geeignet“. Hier einige Beispiele:




Vegane und/oder tierversuchsfreie Produkte, teilweise mit entsprechendem Hinweis auf dem Produkt gibt’s z.B. von: Lush, Alverde, i+m Naturkosmetik, Paul Mitchell, Lavera, butter London, Sante, Sodasan.
Es gibt natürlich noch viel mehr Firmen, die auch vegane Produkte im Sortiment haben. Dazu gehört auch Balea, die Hausmarke von DM. Da man es anhand der Verpackung selber nicht erkennen kann, empfiehlt es sich vor dem Einkauf auf der DM-Website nachzuschauen. Bei den einzelnen Produktbeschreibungen findet man auch den Hinweis auf vegan oder nicht vegan.
Wer es sich in der Anfangszeit etwas leichter machen möchte, sollte sich an gut sortierte Online-Shops (z. B. veganbasics.de, vegan-wonderland.de, radixversand.de oder veganic.de) halten. Hier kann man bedenkenlos zuschlagen und muss nicht jede Verpackung studieren. Vereinzelt gibt es zu den Shops auch reale Supermärkte, wie z. B. Veganz in Berlin, Vegilicious Veggie Shop in Dortmund, Pfau in Düsseldorf, Goldene Zeiten in Köln und Radix in München.

Außerdem bietet PETA auf der Website einen tollen Service an: den Einkaufsguide für vegane Produkte. Hier bemüht man sich immer auf dem neuesten Stand zu sein und deshalb ist dieser Service als erste Orientierung sehr zu empfehlen.

Kommentare:

  1. Liebe Frau S.,
    das finde ich einen sehr wichtigen Beitrag, denn wenn ich mir vorstellte, mich durch diesen Dschungel an Zeichen arbeiten zu wollen mit halber Hirnleistung und quäkendem Kind um die Füße, hätte ich gerne vorher darüber gelesen.
    Sei lieb gegrüßt und noch einmal vielen vielen Dank für das tolle Buch, Du Gute.
    Nina

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  2. Ich finde deinen Beitrag echt toll! Die meisten Beauty Blogs oder Blogs im Allgemeinen beschäftigen sich eher nicht so sehr mit diesem Thema, obwohl es meiner Meinung nach absolut essentiell ist.
    Danke, einfach :-)
    Ganz liebe Grüße,
    Elsa

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