Donnerstag, 29. November 2012

...mit italienischer Brotsuppe.

Also es ist so: Ich hab mal vor ein paar Jahren eine italienische Brotsuppe gekocht. Der Mann wurde Fan. Fortan wünschte er sich die Suppe jede Woche. Seit dem gab es sie nie wieder.

Tja, so kann's gehen, wenn die 50% der Lebensgemeinschaft, die meistens kocht, das Gericht nicht mag. Grund genug für die anderen 50% bei jeder sich bietenden Gelegenheit, z. B. bei dem Wort Suppe, noch einmal das grausame Schicksal zu beklagen, nie wieder in den Genuss einer Brotsuppe zu kommen.

Steter Tropfen höhlt ja bekanntlich den Stein. Was soll's, dachte ich mir, dann probiere ich das halt noch mal. Diesmal aber mit anderem Brot und ein paar mehr Kniffen. Ha! Und was soll ich sagen? Gelungen. Es schmeckt echt lecker. Kommt ab sofort auf den regelmäßigen Speiseplan. Den Mann wird's freuen.


Rezept für 4 Personen
  • 800 g geschälte Dosentomaten, klein geschnitten, mit Saft
  • 600 ml Wasser
  • 500 g frische Tomaten
  • 300 g Baguette, in Würfel geschnitten (ca. 2x2 cm)
  • 6 EL Olivenöl
  • 3 Knoblauchzehen, in kleine Würfel geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten
  • 1 großer Bund Basilikum, fein geschnitten
  • 2 - 3 TL Agavendicksaft (oder braunen Zucker)
  • Pfeffer und Salz

Die 500 g frischen Tomaten vierteln und in einer Ofenform verteilen. 3 gewürfelte Knoblauchzehen, 2 EL Basilikum und 2 EL Olivenöl über die Tomaten geben. Mit Pfeffer und Salz würzen und bei 180°C auf der mittleren Schiene 20 Minuten rösten.

Die Hälfte der Brotwürfel in einer beschichteten Pfanne in 1 EL Olivenöl rund herum leicht anbräunen.

In der Zwischenzeit in einem großen Topf die restlichen 2 Knoblauchzehen und 1 EL Basilikum in 2 EL Olivenöl dünsten. Dosentomaten mit Saft in den Topf geben und Wasser zugießen. Aufkochen und 15 Minuten köcheln lassen. Dann die Brotwürfel (geröstet und ungeröstet) sowie restliches Basilikum in die Suppe geben, 10 Minuten leicht köcheln und dabei immer wieder umrühren, bis das Brot sich fast aufgelöst hat.

Geröstete Tomaten und den ganzen Inhalt der Ofenform in einem Mixbecher mit dem Pürierstab zu feiner Creme pürieren (sodass keine Tomatenhaut mehr sichtbar ist) und zu der Suppe geben.

Mit Pfeffer, Salz und Agavendicksaft abschmecken. Zum Schluss noch 2 EL Olivenöl einrühren.


Kommentare:

  1. Tu das nicht.
    Jetzt sitz ich hier und will unbedingt ein Schüsselchen davon. Oder zwei.

    Wart nur ab, die Rache folgt auf dem Fuße. Ohrwurm gefällig?

    "Live is life - nanaanananaa!"

    Sei gedrückt von Nina

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    1. DU BÖSES DING! Ich fass es nicht. Wart's ab! Ich überlege, Dir jetzt wöchentlich Süßkram zu schicken...mal sehen. Sei ein bißchen fester gedrückt als gewöhnlich

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  2. Liebe Frau Schmöth,

    lecker!!! Mochte vor allen Dingen Ihre kleine Einleitung zur Suppe :-), gerne gelesen + gelacht! Koche das Süppchen am WE mal nach ...
    Herzlichst
    Ihre schwestaesta
    P.S.: Liebe Nina, DANKE ;-) für den Ohrwurm - hat funktioniert ... grrrrrrrrrrr!!!

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  3. Klingt wirklich lecker. Und winterwarm und magenmollig mit einem Hauch Sommererinnerung. Mal sehen, übernächstes Wochenende muss ich hungrige Gäste bekochen, das könnte wirklich was sein! Danke wie immer für die Inspiration.

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  4. http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/39015/Immer-rein-in-die-gute-Suppe

    gerade gefunden, Gruß, Ute

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