Freitag, 29. Juni 2012

...mit dem 2ten Frage-Foto-Freitag.

Die Woche ging schnell um. Und wieder sind Steffi von Ohhh...Mhhh...! wieder 5 Fragen eingefallen, die ich gerne mit einem Foto beantworte:


1.) Etwas an deinem Arbeitsplatz?



2.) Was gibt's/ gab's zum Halbfinale?



3.) Süß?



4.) Neu?



5.) Alt, aber trotzdem noch toll? 


Mittwoch, 27. Juni 2012

...scheinbar nicht durch respektvolles Abstandhalten.

Es gibt wenig, dass mich so sehr aufregt, wie fremde Menschen, die einem räumlich zu nah auf die Pelle rücken. Was ist bloß los mit den Leuten?    

Keine Ahnung, ob, und wenn ja, wie oder wo ich das gelernt habe. So ein gewisses Gespür für das respektvolle Einhalten von Grenzen trägt man doch in sich. Denke ich. Oder bin ich die Einzige, die nicht zwangsläufig in der Duftwolke schweißgetränkter Kleidung und zwiebeligem Atem stehen möchte?

Ich könnte ausflippen, wenn ich hinter mir an der Kasse eine Wärmeentwicklung spüre, als stünde ich 2 cm vor einem bollernden Heizlüfter. Meist drehe ich mich dann genervt um und starre dem Drängler so lange ins Gesicht, bis der oder diejenige den Blick abwendet. Wenn’s ganz unverschämt ist, trete ich auch gerne mal, scheinbar gedankenverloren, einen grosszügigen Schritt zurück nach hinten. Wahlweise schwenke ich auch den Ellbogen ein wenig weiter aus als üblich. „Uups! Tut mir sehr leid. Ich wusste ja nicht, dass Sie bereits so nah aufgefahren sind.“ Mehr Abstand verschaffe ich mir damit aber erstaunlicherweise in beiden Fällen nicht. Also, was tun?

Immer wieder nehme ich mir vor, bei der nächsten ungewollten Annäherung, die entsprechende Person höflich um mehr freien Raum zu bitten: „Entschuldigen Sie bitte, aber wären Sie so freundlich und würden ein kleinwenig mehr Abstand halten? Ich empfinde diese ungewollte Nähe als unangenehm und fühle mich bedrängt.“ Wäre doch sehr höflich und ehrlich, oder? Wirklich getraut habe ich mich das bisher aber noch nicht.

... mit Tomaten-Mayobrot.

Der Standard Brotbelag im Hause S.: Frisches Vollkornroggenbrot, Tomaten, rote Zwiebeln und vegane Mayonnaise. Hmmmm.....!!!


Mein Tipp bei veganer Mayonnaise:  Salat-Mayonnaise ohne Ei von Naturata.  

Sonntag, 24. Juni 2012

...mit Salbei-Tomateneintopf.


Ich war mal in der Toskana. Oktober 1990. Ähm, ja, zugegeben, das ist schon ne Weile her. Aaaber, ich erinnere mich noch gut. Vor allem an das Essen. Ja, die Landschaft ist auch ganz hübsch. Aber das Essen! Zeichnen und essen. Das waren die beiden Hauptbeschäftigungen während unserer Kunst-LK-Abschlussfahrt. Mit Staffelei, Malhocker und Aquarellkasten schwer beladen, sah man uns tagsüber, auf der Suche nach attraktiven Motiven, durch das kleine Dorf wandern. Sehr zur Belustigung der wenigen Dorfbewohner. Abends wurden wir dann von der Herbergsmutter mit bester regionaler Hausmannskost versorgt, immer mit Gemüse und Kräutern aus dem eigenen Garten hinterm Haus. Ich erinnere mich, dass sie immer nur sehr wenig Zutaten benutzte. Einige der Gerichte habe ich dann später versucht, aus der Erinnerung nach zu kochen. Dieser Eintopf, der damals mein erster Kontakt mit frischem Salbei war, erinnert mich bis heute an San Vivaldo.

Zutaten für 2 - 3 Personen:
  • 2 kleine Dosen weiße Riesenbohnen (je ca. 250 g Abtropfgewicht)
  • 500 g saftige Tomaten, gehäutet (oder 2 kleine Dosen geschälte Tomaten)
  • 5 - 10 große frische Salbeiblätter (je nach Geschmack auch gerne mehr)
  • 2 - 3 Knoblauchzehen
  • 5 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Die gehackten Salbeiblätter und den zerdrücktem Knoblauch andünsten. Tomaten klein würfeln und mit abgetropfte Bohnen in den Topf geben. Ohne Deckel 20 - 30 Minuten köcheln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Freitag, 22. Juni 2012

...durch den Frage-Foto-Freitag.

Das ist mein allererster Frage-Foto-Freitag. Aufregend! Vielen Dank Steffi / Ohhh... Mhhh... für diese tolle Idee. 

1. ) Worüber denkst Du gerade nach?


Über meine Patenkuh Alma. Ich frage mich, wie es ihr wohl geht. Ob sie sich mittlerweile gut eingelebt hat, in ihrem neuen zu Hause, im Kuhaltersheim auf Hof Butenland? Alma kannte bis zu ihrer Ankunft Anfang Juni kein Tageslicht. Auch Gras war ihr fremd. Sie war vorher noch nie auf einer Weide, sondern überwiegend angebunden. Ich wünsche mir, dass sie sich von den Strapazen der letzten 5 Jahre (davon 2 J. im Tierversuch) erholen wird und ihre Freiheit bald genießen kann. 



2. Ein schöner Moment?

Endlich Feierabend und, dem Wetter trotzend, einen frisch gebrühten Cappuccino auf dem Balkon trinken.



3. Was liest Du dieses Wochenende?

Etwas über bretonische Verhältnisse. Krimis sind eigentlich nicht mein Ding, aber Kommissar Dupin ist ordentlich schrullig und die Landschaft traumhaft.



4. Wovon musst Du dringend mehr essen?



5. Was oder wen fandest Du diese Woche niedlich?

Meinen Mann und seine Großzügigkeit.


Dienstag, 19. Juni 2012

...mit Rhabarber-Crumble.


Rhabarber ist mir ja zu tiefst suspekt. Extrem sauer und doch irgendwie ganz lecker. Sieht außerdem komisch aus für ein Obst. Oder handelt es sich doch eher um Gemüse? Für ein Gemüse wird jedenfalls ganz schön viel Obstzeugs, wie Desserts, Kuchen und Fruchtschorle aus ihm gemacht.

Laut Wikipedia wird der Gemeine Rhabarber in den USA seit 1947 gesetzlich als Obst betrachtet. Na dann!

Er, sie oder es ist auf jeden Fall eine Pflanze und gehört hier in diesen Blog. Jedem, der Rhabarber mag, kann ich nur wärmstens dieses tolle Rezept von "Ab jetzt vegan" ans Herz legen. Sehr einfach, superlecker und schnell gemacht.

Montag, 18. Juni 2012

... mit Avocado auf Brot.

Was isst ein Veganer denn eigentlich so zum Frühstück? Jetzt, wo man ja noch nicht mal mehr Käse essen darf. Klar darf man, tut man aber nicht. 

Ehrlich gesagt war mein Frühstück noch nie so abwechslungsreich wie heute. Neben verschiedenen veganen Aufstrichen, die es mittlerweile in jedem Bioladen gibt, kommen auch regelmäßig Erdnussbutter, Marmelade, Tomaten, Kichererbsenpüree, Cornflakes und Müsli auf den Tisch. Mein persönliches Highlight: Avocados

Sträflich vernachlässigt in den letzten Jahren, gelangen sie heute in meiner Küche zu ungeahntem Ruhm. Früher nur Statist zu ­Nachos, heute Hauptdarsteller in Salaten und zum Frühstück. Quasi von der Reservebank direkt in die Champions League. 

Entweder in Scheiben geschnitten direkt auf frisch geröstetes Graubrot, oder mit ein paar Gewürzen zerdrückt als Brotaufstrich:

  • 1 reife Avocado
  • 1/2 TL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer und Chiliflocken nach Geschmack  

Sonntag, 17. Juni 2012

...mit grünen Schuhen.

Ok, eigentlich sind es braune Schuhe. Aber irgendwie dann doch auch grün, meine neuen Bracken Boots von Green Shoes.


Schuhe sind so ein Thema. Die Auswahl an wirklich guten lederfreien Schuhen ist immer noch sehr begrenzt. Zumindest, wenn man modischem Schnickschnack nicht gänzlich abgeneigt ist und dem deutschen Wetter nicht unbedingt nur mit Leinen-/Baumwollschuhwerk trotzen möchte. Mehr durch Zufall bin ich bei meiner Suche dann vor ein paar Wochen auf diese kleine Schuhmanufaktur in Devon/England gestoßen.

Überhaupt sind die Engländer in Sachen vegane Produkte überraschend besser aufgestellt als hierzulande. Neben Firmen wie Plamil Foods, die schon seit über 40 Jahren neben milchfreier Schokolade auch köstlichste Mayo ohne Ei herstellen (die mit Chili muss man probiert haben), gibt es zum Beispiel Yaoh, die vegane Kosmetik auf Basis von Hanföl fertigen (der Lip Balm ist sehr zu empfehlen) oder auch Lush, die seit Jahren viele vegane Produkte im Sortiment anbieten. 

Aber zurück zu Green Shoes. Alle Produkte sind handgefertigt. Zur Auswahl stehen neben verschiedenen Schuhmodellen auch Gürtel und Taschen. Ich sag's am besten gleich vorweg: Green Shoes bieten auch Lederprodukte an. Aber man hat die Wahl und ich habe mich für dieses Modell aus Lorica entschieden. Einer Kunstledervariante, die im Tragekomfort ähnliche Eigenschaften wie Leder aufweist. Ich bin verliebt!

Die Briten haben aber auch noch einiges in veganer Mädchenschuhbekleidung zu bieten. Dazu mehr in einem der kommenden Posts...

Donnerstag, 14. Juni 2012

…durch vegane Kochbücher.

Erfreuliches gab es gestern im Buchladen meines Vertrauens zu sehen: einen ganzen Stapel vegetarischer und veganer Kochbücher in werbewirksamen Arrangement, mitten im Verkaufsraum platziert. Das musste belohnt werden. Also habe ich sofort, durch das ansprechende Productplacement animiert (auch der Händler braucht Bestätigung), in ein neues Kochbuch investiert. 

Zu sehen gibt's das Ganze bei Bouvier in Bonn.

Sonntag, 10. Juni 2012

...mit veganer Lasagne.


Ich konnte es ja zunächst selbst nicht glauben, aber die schmackhaftesten und vermutlich auch gesündesten Varianten veganer Bolognese sind die auf Basis von gehackten Sonnenblumenkernen oder geschroteten Grünkern. Letztere erinnert in Konsistenz und Geschmack täuschend an die Fleischvariante. Die Bolognese ist ein Alleskönner, ein Hans Dampf sozusagen. Sie schmückt sich gerne auch mit anderen Nudeln, wenn nicht gerade ein Moussaka zu Hause auf sie wartet.



Zutaten für 3-4 Personen:
  • Lasagneplatten (für 4 Schichten - dazu brauche ich 12 Platten)
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 2-3 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
  • 150 g Grünkern, geschrotet
  • 3 EL Tomatenmark
  • 150 ml Rotwein
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 1 l passierte Tomaten
  • 2 EL Oregano, getrocknet / optional: 1 EL frischen & klein gehackten Rosmarin
  • 2 EL Cashewmus
  • 1 rote Paprika, fein gewürfelt
  • 2-3 EL Hefeflocken
  • 250 ml Soja-Cuisine

  • 1 Lasagneform (ca. 28x20 cm), geölt

Zwiebeln und Knoblauch in heißem Öl 2-3 Minuten anbraten. Grünkern und Tomatenmark dazugeben, kurz unterrühren und andünsten.

Mit Rotwein ablöschen, Hitze reduzieren, nach ca. 1 Minute Gemüsebrühe dazugeben und 2 Minuten garen. Passierte Tomaten und Oregano/Rosmarin hinzugeben, Deckel drauf und bei kleiner Hitze 10 Minuten köcheln lassen.

Zum Schluss Paprika hinzugeben und Cashewmus einrühren. Mit Pfeffer und Salz kräftig abschmecken.

Zuerst den Boden der Form mit 2-3 EL Bolognese bedecken, dann Lasagneplatten und Bolognese abwechselnd in die Form schichten (jeweils ca. 1/2 cm Bolognese), mit Bolognese abschließen. Zum Schluss Hefeflocken draufstreuen und mit Soja-Cuisine bedecken.

Hinweis: Die Form sollte nicht bis zum Rand gefüllt sein, am besten einen Abstand von 1 cm lassen, sonst läuft's beim Backen über.

40 Minuten auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Ofen bei 200°C backen. (Nach ca. 20 Minuten evtl. locker mit Alu-Folie abdecken, damit es oben nicht zu braun wird.)