Samstag, 28. Dezember 2013

...durch sahnige Zwiebelsuppe.

Solltet Ihr zum Jahresende ein Silvestermenü planen und Euch immer noch Gedanken über eine  geeignete Vorspeise machen, habe ich hier einen Klassiker für Euch. Zwiebelsuppe war ja früher irgendwie auf jeder Speisekarte deutscher Restaurants zu finden. Meist so üppig mit Käse überbacken, dass sie durchaus als Hauptspeise hätte durchgehen können. Meine Version kommt ganz ohne Käse aus und eignet sich daher hervorragend als feine leichte Vorspeise. Nicht nur zum Jahresabschluss.


Rezept für 4 Personen
  • 2 Gemüsezwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Mehl
  • 1 EL Zucker
  • 200 ml veganer Weißwein
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Sojasahne
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 4 Tomaten, entkernt und in kleine Würfel geschnitten
  • Salz und Pfeffer
In einem großen Topf Gemüsezwiebeln in Olivenöl glasig dünsten. Zucker und Mehl dazugeben, kurz dünsten und dann mit Weißwein ablöschen. Gemüsebrühe und Paprikapulver einrühren. 20 Minuten köcheln lassen. Durch ein Sieb den Zwiebelsud in einen neuen Topf abgießen und so von den Zwiebeln trennen. Wer mag, kann ein paar Zwiebelringe zurückbehalten und später als Suppeneinlage dazugeben. Sojasahne in den Sud einrühren und noch mal erhitzen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Mit Tomatenwürfeln (und ggfls. ein paar Zwiebelringen) servieren.

Dienstag, 24. Dezember 2013

...durch Sojaschnetzel mit Artischocken und Gnocchi.

Insgesamt ergibt diese Kombination einen herzhaften, leicht säuerlich-sahnigen Geschmack. Kapern mag ja nicht jeder, aber wenn man darauf achtet, die in Öl eingelegten zu nehmen, sind sie weniger sauer. Ich würde es ein mediterran-deftiges Pfännchen nennen und dann sofort aufessen wollen.

P.S.: 
Der Mann schaut mir gerade über die Schulter und bemerkt: "Wir haben immer leckeres Essen." :-)


Rezept für 2 - 3 Personen
  • 400 g Gnocchi aus dem Kühlregal
  • 100 g Sojaschnetzel (+ 300 ml Gemüsebrühe zum einweichen)
  • 75 g Räuchertofu, in kleine Würfel geschnitten
  • 1/2 Gemüsezwiebel, in kleine Würfel geschnitten
  • 180 g Artischockenherzen, geviertelt
  • 50 g getrocknete Tomaten aus dem Glas, in Streifen geschnitten
  • 2 EL Olivenöl
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Soja-, oder Hafersahne
  • 1/2 Bund Basilikum, in Streifen geschnitten
  • 2 EL Kapern (wer die nicht mag, lässt sie einfach weg)
  • Salz und Pfeffer
Gnocchi nach Packungsanweisung zubereiten und beiseitestellen.

Sojaschnetzel in 10 Minuten 300 ml Gemüsebrühe einweichen, abgießen und ausdrücken. Anschließend in einer großen beschichteten Pfanne in Olivenöl hellbraun anbraten. Räuchertofu dazugeben und 2 Minuten mit anbraten. Zwiebeln, Artischocken und Tomatenstreifen zufügen und andünsten lassen. Gemüsebrühe und Pflanzensahne einrühren und kurz aufkochen lassen. Gnocchi, Kapern und Basilikum in die Pfanne geben und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Samstag, 21. Dezember 2013

...mit Schuhen vom Doktor.

Der Doktor weiß, was gut für uns ist. Vor allem die Mitglieder meiner Generation können das sicher bestätigen. Zumindest hat jeder Einzelne in meinem Freundeskreis mehrere Jahre in diesen Schuhen verbracht. Damals allerdings noch in der Ledervariante. Die stellt Dr. Martens zwar immer noch her, aber er hat die Zeichen erkannt und mittlerweile gibt es auch eine große Auswahl an lederfreiem Schuhwerk. Sehr zur Freude des Mannes, der seinen alten Docs lange nachgeweint hat.

Mein Favorit ist der 7-loch Shoreditch Boot aus Leinen. Den gibt es in vielen verschiedenen Farben, aber ich finde den Mann kleidet schwarz ganz besonders gut.


Neben den Boots gibt es das Leinenmodell auch in der Sneaker-Version Callum.


Und natürlich bietet das Programm auch eine regen- und schneefeste vegane Version des 8-loch Klassikers. Der Mann hat direkt bei Dr. Martens in UK bestellt, aber es gibt sie auch in diversen anderen Online-Shops in Deutschland (z. B. www.vega-trend.de, www.avesu.de).



Samstag, 14. Dezember 2013

...durch Pasta mit Räuchertofu in Paprikasahne.

Tofu mag ja nicht jeder. Kann ich verstehen, denn meist schmeckt er bestenfalls nach nichts. Weiß man ihn aber richtig einzusetzen, ist Tofu ein echter Gewinn in der Küche. Bei diesem Gericht darf die Räuchervariante nicht fehlen. Zusammen mit dem geräucherten Paprikapulver macht er die Paprikasoße erst richtig herzhaft. Mit dieser Kombination habe ich schon viele Tofuabgeneigte und Allesesser überzeugen können. Da die Zubereitung dieses Pastagerichts recht einfach ist und mit Räuchertofu und Sojasahne zwei Hauptzutaten der veganen Küche zum Einsatz kommen, empfehle ich dieses Rezept gerne Vegananfängern.


Rezept für 2 -3 Personen
  • 240 g Nudeln
  • 400 g Räuchertofu, in kleine Würfel geschnitten
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 Zwiebel, klein gewürfelt
  • 2 rote Paprika, gewürfelt
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Sojasahne
  • 4 EL Paprikamark (Ajwar)
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 TL Paprikapulver edelsüß
  • 1/2 TL Paprikapulver scharf
  • 1/2 Bund Petersilie, gehackt
  • Pfeffer und Salz
Nudeln in Salzwasser gar kochen, abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken.

Räuchertofu in einer beschichteten Pfanne in 2 EL Öl knusprig braten. Zwiebel und Paprika dazugeben und 2 Minuten weiter braten. Mit Gemüsebrühe ablöschen. Sojasahne, Ajwar und die 3 Paprikapulver einrühren. 5 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Nudeln dazugeben und kurz erhitzen lassen. Mit Petersilie servieren.



Mittwoch, 11. Dezember 2013

...mit dem Vegan Wednesday #69.

Nach einer halben Ewigkeit bin ich nun auch endlich mal wieder beim veganen Mittwoch dabei. Heute wird bei Petra von "From Veggie to vegan" gesammelt.



Morgens: Vollkornbrot mit Avocado und Pistazienhummus.

Mittags: Linseneintopf mit Kartoffeln, Süßkartoffeln und Zucchini.



Sonntag, 8. Dezember 2013

...durch Chili-Polenta-Pie.

Inspiriert durch den wunderbaren Blog OH MY VEGGIES habe ich heute meinen ersten Polenta-Shepherd’s Pie gebastelt. Der britische Shepherd’s Pie wird traditionell mit einer Kartoffelpüree-Kruste (ein Rezept dazu folgt in den nächsten Wochen) gebacken. Polenta eignet sich aber mindestens genauso gut. Vor allem, wenn man wie hier für die unterste Schicht ein scharfes Chili nimmt und in die Polentaschicht frischen Koriander einbettet.


Rezept für 3 - 4 Personen

Chili
  • 200 g Tofu natur
  • 4 EL Pflanzenöl
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 grüne Paprika, gewürfelt
  • 1 rote Paprika, gewürfelt
  • 1 kleine Dose Kidneybohnen, abgießen und kurz abspülen
  • 1 kleine Dose geschälte Tomaten
  • 1 TL Gemüsebrühenpulver
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 EL Apfelessig
  • Pfeffer und Salz
Tofu mit den Händen zerkrümeln und zusammen mit 3 EL Öl in einer beschichteten Pfanne 5 Minuten bei starker Hitze braun anbraten.

In einem großen Topf Zwiebel und Knoblauch in 1 EL Öl andünsten. Tomatenmark dazugeben und kurz mit braten. Paprika, Tofu, geschälte Tomaten und Kidneybohnen dazugeben. Gemüsebrühe, Kreuzkümmel und Paprikapulver unterrühren. Chili 5 Minuten köcheln lassen. Mit Apfelessig, Salz und Pfeffer abschmecken. In eine Auflaufform geben. Ofen auf 200° C vorheizen.

Polenta
  • 200 g Polenta-Grieß
  • 600 ml Gemüsebrühe 
  • 1/2 Bund frischer Koriander, gehackt
  • 2 - 3 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Gemüsebrühe in einem Topf aufkochen. Hitze auf kleine Temperatur reduzieren. Polenta-Grieß einrühren. Weitere 2 - 3 Minuten köcheln lassen und rühren, bis die Polenta sehr "pampig" ist. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Koriander einrühren. Polenta auf dem Chili gleichmäßig verteilen und glatt streichen. Mit Olivenöl besprenkeln.

Auf der mittleren Schiene ca. 20 Minuten backen, bis die Polenta oben goldbraun ist.



Donnerstag, 5. Dezember 2013

...durch Rosenkohl in Zwiebel-Senf-Sößchen.

Leute, da hört bei mir der Spaß echt auf. Da bin ich raus. Da gehen der Mann und ich getrennte Wege.

R O S E N K O H L!!!

Einspieler: Psycho-Melodie...

Sobald ich also aus dem Haus bin, nutzt der Mann die Gelegenheit und schmeißt alles in die Pfanne, was ich nicht riechen kann. Dazu gehören an aller vorderster Front Rosen- und Blumenkohl. Aus mir unerklärlichen Gründen scheint der Mann mit dieser Vorliebe nicht gänzlich alleine da zu stehen. Und er behauptet dies sei eines seiner Leibgerichte. Das möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Hier also quasi der Gastpost vom Mann:


Rezept für 2 - 3 Personen
  • 350 g Tagliatelle
  • 500 g Rosenkohl
  • 1 rote Zwiebel
  • 5 EL Dijon Senf körnig
  • 40 g Pflanzenmargarine
  • 200 ml Sojasahne
  • 150 ml Weisswein
  • 1 EL Agavendicksaft
  • 1 TL Natron
  • Salz, Pfeffer und Chiliflocken
Nudeln nach Packungsangabe kochen, garen und beiseite stellen.

Rosenkohl in gesalzenem Wasser ca. 10 Minuten kochen, bis sie so weich sind, wie man sie gerne hat. 1 TL Natron ins Kochwasser dazugeben, hilft bei der Verdauung...

Zwiebel in dünne Ringe schneiden und in Pflanzenmargarine ca. 3 Minuten andünsten. Den Senf einrühren, kurz mitbrutzeln, dann mit Wein ablöschen und kurz etwas reduzieren lassen.  Jetzt die Sahne langsam einrühren. 5 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und einer kleinen Prise Chiliflocken würzen. Den Rosenkohl dazugeben und 2 Minuten auf kleiner Hitze mitköcheln. Dann die Nudeln unterheben und in der Soße erhitzen.

Montag, 2. Dezember 2013

...mit Sauerkrauteintopf.

Sauer macht lustig und Lachen ist ja bekanntlich gesund. Wem das als Begründung für den ausgiebigen Verzehr von Sauerkraut nicht reicht, dem sei versichert, dass es auch sonst zu den vitamin- und mineralstoffreichsten Gemüsesorten zählt. Zudem ist Sauerkraut praktisch fettfrei. Daher ist dieser Eintopf auch ein echtes Leichtgewicht und eine willkommene Abwechslung zu den eher schwereren Wintergerichten.

Der Agavendicksaft und die Möhre federn den sauren Geschmack des Krauts ein wenig ab und geben dem Eintopf eine wunderbar vollmundige Note.


2 -3 Portionen
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 Möhre, in Würfel geschnitten
  • 1 Zwiebel, in Würfel geschnitten
  • 250 g Kartoffeln
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 TL Paprikapulver edelsüß
  • 2 EL Tomatenmark
  • 250 g Sauerkraut, gehackt (oder mit der Schere kleingeschnitten :-)
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 1 TL Kümmel
  • 1 EL Agavendicksaft
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Bund frische Petersilie, grob gehackt
  • Optional: 50 ml Sojasahne
In einem großen Topf Möhren-, Kartoffel- und Zwiebelwürfel in Öl leicht braun anbraten. Tomatenmark und beide Paprikapulver dazugeben, umrühren und kurz mit braten. Sauerkraut, Gemüsebrühe und Kümmel dazugeben. Alles gut verrühren und mit leicht geöffnetem Deckel 30 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Agavendicksaft einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss Petersilie und eventuell Sojasahne dazugeben.