Freitag, 29. August 2014

...durch einen Besuch im Black Veg (Bonn).

War ja klar. Jetzt wo ich aus der Bonner Altstadt weggezogen bin, macht gleich um die Ecke der ehemaligen Wohnung ein veganes Café auf. Das ist ein bisschen ärgerlich, denn zu Fuß hingehen kann ich da jetzt nicht mehr. Ein Luxusproblem. Zum Glück gehört die Bonner Altstadt aber immer noch zu meinem Lebensmittelpunkt, sodass mich nichts von regelmäßigen Besuchen abhält.


Schon gar nicht, wenn es dabei um ein so ansprechendes Etablissement geht, wie dem Black Veg. Ich habe schon lange nicht mehr in einem Café gesessen, in dem sowohl die Einrichtung als auch die Musik (über AC/DC sehe ich an dieser Stelle mal großzügig hinweg) ganz nach meinem Geschmack sind. Gut, der Name des Cafés hatte bereits entsprechende Erwartungen geweckt, aber man kennt das ja, die Umsetzung fällt dann dem ein oder anderen doch meist etwas schwer. 


Da auch das Geschirr dem aus meinem Küchenschrank entspricht, fühle ich mich hier wie zu Hause. Wenn ich jetzt noch sage, dass auch Speis und Trank dem von zu Hause entsprechen, haltet Ihr mich sicher für völlig durchgeknallt. Nein, das wäre auch im Falle des leckeren Döners etwas überheblich. Der besteht nämlich aus hausgemachtem Seitan. Eine Kunst, die sich mir bisher trotz mehrfacher Versuche vollkommen entzieht. 


Alle anderen angebotenen Speisen sind ebenfalls sehr zu empfehlen. Neben wechselnden Tagesgerichten beinhaltet die Karte schmackhafte Basics wie Mettbrötchen mit Zwiebeln, Salate, frisch getoastetes Käsesandwich und einiges mehr.


Auch die Kuchentheke ist nicht zu verachten. Hier wechselt das Angebot von Cupcakes über Obstkuchen bis hin zu Sahnetorte. Sehr gut gefällt mir die Idee, diverse Schokoriegel für den kleinen Appetit und auch "Fertig-Eis" am Stiel, bzw. im Hörnchen anzubieten.


Alles in allem ein wunderbar stimmiges Konzept und eine absolut empfehlenswerte Adresse. Bitte kehrt gerne in Scharen dort ein, aber lasst den Platz vorne am Fenster für mich frei. Danke.


Adresse:
Black Veg, Adolfstr. 43, 53111 Bonn - direkt auf der Ecke am Frankenbad

Samstag, 23. August 2014

...mit Himbeernudeln.

Süße Nudeln. Ich war skeptisch. Zu unrecht. Nudeln mit Schokolade hab ich mich dann aber doch nicht direkt getraut. Also hab ich erst mal den Test mit unserem Obst-Allrounder TK Himbeeren gemacht. Davon haben wir immer kiloweise im Haus, weil sie so schön praktisch und vielfältig sind. TK Himbeeren landen bei uns in Smoothies, Porridge, Eis, Dessert-Soße und diversem Gebäck.

Ach ja, ich war ehrlich überrascht wie lecker dieser Nachtisch ist. Beim nächsten Mal wage ich mich dann auf jeden Fall an die Kombi mit Schokolade.


Rezept für 2 Personen
  • 500 ml Mandelmilch
  • 100 g Fadennudeln
  • 140 g TK Himbeeren
  • 50 g
  • 50 ml Wasser
  • 20 g Pflanzenmargarine
  • 1 Prise Salz
Eine Auflaufform mit Margarine ausfetten.

In einem Topf 40 g Zucker schmelzen und ganz leicht karamellisieren lassen. Mit Wasser ablöschen und so lange weiter köcheln, bis der Karamell sich komplett aufgelöst hat. Mandelmilch hinzugeben und mit einer Prise Salz kurz aufkochen. Zuerst die Nudeln einrühren, dann Himbeeren untermengen. Alles zusammen in die Auflaufform geben und 30 - 40 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad auf der mittleren Schiene backen. 10 Minuten vor Ende 2 TL Zucker über die Himbeernudeln geben.

Auflaufform aus dem Ofen nehmen und vor dem Servieren 10 Minuten abkühlen lassen.


Mittwoch, 20. August 2014

...mit dem Vegan Wednesday #104.

Für alle, die bisher noch nie beim Vegan Wednesday mitgemacht haben: Wie wär's mal mit einem Beitrag aus Eurer Küche?

Euer Blog muss dafür kein reines Food-Blog sein oder sich nur um Veganes drehen. Bedingung ist allerdings, dass es bei Eurem Beitrag am Mittwoch ausschließlich um veganes Essen geht. Das wäre doch eine tolle Gelegenheit einmal die vegane Küche auszuprobieren?!

Gesammelt wird heute bei Regina von mucveg. Dort könnt Ihr im Kommentar Euren Beitrag verlinken.


  Morgens: Geschmorte Tomaten mit Avocados und Kürbiskernöldressing.


Mittags: Wheaty Gyros im Baguette mit Sojajoghurt und Gemüse.
 

Abends: Dank des neuen Spiralschneiders, dem It-Küchengerät schlechthin, gab es heute Abend trendy Zucchini-Spaghetti mit veganer Bolognese.
 


Samstag, 16. August 2014

...mit 2-1-1-Keksen.

Einfacher geht's nicht. 2 Teile Mehl, 1 Teil Pflanzenbutter und 1 Teil Zucker. Das kann wirklich jeder. Eigentlich ist das meine Formel zur Herstellung von Streuseln. Damit lassen sich aber auch ganz schnell einfache Kekse backen. Wer's nicht ganz so einfach mag, gibt je nach Geschmack noch gehackte Nüsse, Zimt, Vanillepulver oder Zitronenabrieb hinzu und/oder dekoriert die abgekühlten Kekse mit Schokolade oder Zuckerguss.


Für ca. 20 Kekse
  • 200 g Mehl
  • 100 g Pflanzenbutter (z. B. Alsan), kalt und in kleine Stücke geschnitten
  • 100 g Rohrzucker
Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Zutaten schnell zu einem Teig kneten. Kleine Kugeln formen und in der Mitte etwas platt drücken. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Auf der mittleren Schiene 10 - 15 Minuten leicht braun backen.

Dienstag, 12. August 2014

...mit Tofobolognesepastetchen.

Im Grunde lässt sich Blätterteig mit so gut wie allem Essbaren füllen. Ob süß oder herzhaft, die Füllung darf insgesamt nur nicht zu flüssig sein, sonst matscht der Teig beim Backen. Diese kleinen Pasteten mit Tofu passen als Hauptmahlzeit ausgezeichnet zu Kartoffelpü. Und da sie auch kalt sehr gut schmecken, werden sie am Samstag mein Beitrag zum Gartenfest bei Freunden sein.

Die unten beschriebene Tofu-Bolognese muss natürlich nicht zwangsläufig in einer Teigtasche versteckt werden. Mit ein bisschen mehr Flüssigkeit (Wein, passierten Tomaten oder Gemüsebrühe) ist das mein Basisrezept für Lasagne und gefülltes Gemüse.


Rezept für 3 - 4 Personen
  • 2 Packungen veganen Blätterteig aus dem Kühlregal
  • 3 EL Olivenöl
  • 400 g Tofu natur, fein mit den Händen zerbröselt
  • 1 Zwiebel, klein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Möhre, fein gehackt
  • 2 EL getrocknete Tomaten in Öl, gehackt
  • 3 EL Tomatenmark
  • 150 ml veganer Rotwein oder Gemüsebrühe
  • 400 ml geschälte Tomaten, gehackt
  • 2 TL getrockneter Oregano
  • 1 - 2 TL Agavendicksaft
  • Salz und Pfeffer
In einer beschichteten Pfanne den Tofu in Öl 5 Minuten bei großer Hitze und mit viel Umrühren goldbraun anbraten. Hitze zur Hälfte reduzieren, Möhren hinzugeben. Nach 1 Minute Zwiebel, Knoblauch und getrocknete Tomaten unterrühren. Nach 1 Minute Tomatenmark hinzugeben und kurz mit anbraten lassen. Mit Wein oder Brühe ablöschen. Hitze weiter reduzieren. Geschälte Tomaten und Oregano einrühren. 10 Minuten einköcheln lassen. Mit Agavendicksaft, Pfeffer und Salz abschmecken.  Tofumischung lauwarm auskühlen lassen.

Ofen auf 200 Grad vorheizen und Blätterteig halbwegs in Quadrate schneiden (ca. 8 x 8 cm). In der Mitte jeweils 1 EL Tofumischung geben und dann die 4 Ecken zur Mitte hin miteinander verbinden, sozusagen "zuklappen". Ihr könnt auch eine andere Form für die Taschen wählen. Die Pasteten im Bild habe ich wie übergroße Ravioli halbmondtechnisch zugeklappt (dafür die Teigstücke etwas größer ausschneiden) und an den Rändern zugedrückt.

Zum Schluss kann man die Pasteten noch mit Öl einpinseln, dann wird die Kruste goldgelb beim Backen.

Auf der mittleren Schiene für ca. 20 Minuten backen. 

Dienstag, 5. August 2014

...mit wundersamen Lebewesen und kiloweise Mirabellen.


Durch den Umzug im letzten Jahr sind viele neue wundersame Lebewesen in unser Leben getreten. Es sind fast schon zu viele, um einen wirklichen Überblick zu bewahren. Neben einer stattlichen Eiche, einer bildschönen Akazie, einem Holunder-, Flieder-, Oliven- und Pfirsichbaum, prahlen jetzt im Sommer Rosen, Jasmin, Hibiskus, Lilien und diverse andere Gewächse mit ihrer Blütenpracht.






Sogar der erst vor wenigen Wochen selbst gepflanzte Magnolienbaum beschenkt uns bereits jetzt mit dunkel pinkfarbenen Blüten. 


Das alles sorgt täglich für viel Flattern, Summen, Zirpen und Surren, sodass man vor lauter Hummeln, Bienen, Grashüpfern, Vögeln und Schmetterlingen gar nicht weiß, wo man zuerst hinschauen soll.




Herauszuheben ist derzeit aber wohl unser Mirabellenbaum. Der Ärmste ist mit seinen 5 Jahren zwar noch nicht ausgewachsen, musste aber bereits diesen Sommer geschätzte 50 Kilo Fruchtmasse tragen. Leider haben seine Hanglage und die Wassermassen der letzten Unwetter nicht sonderlich zu seiner Standfestigkeit beigetragen. Vor 2 Wochen musste er dann entkräftet nachgegeben und sich ans Hausdach anlehnen. Seitdem befreien wir ihn nach und nach von der reifen Fruchtlast. Danach werden wir ihn wohl kappen und uns eventuell sogar verabschieden müssen.


Seit Tagen gibt es jetzt also bei uns Süßkram mit Mirabellen. Die kleinen schmackhaften Kugeln landen im Smoothie, Fruchtsalat und auf Hefeteig. Einen Großteil der Früchte wurde natürlich zu Marmelade verkocht. Dazu habe ich mein bewährtes rumlastiges Piratenmarmeladenrezept verwendet und einfach Mirabellen statt Pfirsiche genommen.

Die leicht säuerlichen Mirabellen passen auch ganz ausgezeichnet zu dem lecker süßen Teig dieser Muffins, die ich nach dem tollen Rezept von Billa gemacht habe. Einzige kleine Änderung zu Billas Rezept: einen Schuss Rum. Wenn man mich nicht aufhält, schütte ich den in alle Süßspeisen.



Sonntag, 3. August 2014

...durch Couscous mit Gemüse und weißen Bohnen.

Couscous eignet sich ganz hervorragend, um schnelle Gemüsegerichte zu zaubern. Da es gestern ganz besonders schnell gehen sollte, hab ich einfach den Couscous zusammen mit dem Gemüse gegart.
Das spart einen Topf und der Couscous kann so direkt den leckeren Gemüsebratsaft aufnehmen. Reichhaltig und dabei trotzdem kalorienarm wird das Gericht durch die eiweiß- und ballaststoffreichen Bohnen. Am besten schmeckt der Couscous lauwarm serviert.


Rezept für 2 - 3 Portionen
  • 200 g Instant-Couscous
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Aubergine, in Würfel geschnitten
  • 1 rote Paprika, in Würfel geschnitten
  • 1 Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 3 Tomaten, in Würfel geschnitten
  • 1 kleine Dose weiße Bohnen, abgetropft
  • 1/2 Bund glatte Petersilie, gehackt
  • 300 g Sojajoghurt
  • 1 TL Chiliflocken
  • Pfeffer und Salz
In einer beschichteten Pfanne Zwiebel, Aubergine und Paprika in Olivenöl anbraten. Nach 5 Minuten Knoblauch, Tomaten, Bohnen, Couscous* und Gemüsebrühe zugeben, Deckel drauf und 5 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Petersilie dazugeben und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Sojajoghurt mit Chiliflocken verrühren und zum Couscous servieren.

* Der Couscous kann auch vorher mit heißer Brühe nach Packungsanweisung zubereitet werden. Dann einfach stehen lassen und erst zum Schluss mit der Petersilie unterrühren. Danach abschmecken.