Mittwoch, 19. August 2015

...und rettet das Huhn mit einer Rezeptspende.

Rezept spenden und Hühner retten!

Dank vieler Medienberichte sollte mittlerweile jeder wissen, wie es um die Haltung von Legehennen in den riesigen Tierfabriken steht. Jeder einzelne hat die Möglichkeit etwas gegen diese grausamen Zustände zu unternehmen, in dem er seinen Konsum von Eiern einschränkt oder ganz darauf verzichtet. Es gibt aber Menschen, die gehen noch einen Schritt weiter. Der Verein Rettet das Huhn e.V. übernimmt „ausgediente“ Legehennen aus der Massentierhaltung und vermittelt sie an private Tierhalter weiter.

Legehennen werden normalerweise turnusmäßig nach einem Jahr in der Eierindustrie wegen nachlassender Legeleistung zu einem Unwert von 1-8 Cent pro Huhn im Schlachthaus entsorgt. Rettet das Huhn e.V. übernimmt die Hühner kostenlos aus den Ställen und ersparen so dem Hühnerfabrikanten die Kosten für die Ausstallung. Die Aktiven des Vereins führen die Ausstallung und die Transporte der Hühner sanft und schonend durch und geben sie in Kleinstgruppen mit Schutzvertrag weiter in die Hände zuvor geprüfter tierlieber Privathalter. Anstatt ungesehen nach einem Jahr der Ausbeutung als Abfallprodukt im Schlachthaus zu enden, finden die Tiere so einen Weg in ein besseres Hühnerleben, mit bis dahin nie gesehenem Tageslicht, mit Sand zum Scharren und Baden, ausreichend Auslauf, frischer Luft und einer friedlichen Gemeinschaft in einer sozialen Hühnerordnung. Der Gesundheitszustand der Hennen bei der Ausstallung ist katastrophal, wie man auf dem Foto links bei Esperanza sehen kann. Viele erholen sich nie ganz von den erlittenen Strapazen und es dauert oft Monate, bis das Gefieder wieder nachgewachsen ist.


Ihr müsst nicht unbedingt Hühner bei Euch aufnehmen, um den Verein zu unterstützen. Ihr könntet auch einfach ein Rezept spenden:

Der Heil- und Mineralwasserhersteller Staatl. Fachingen hat eine Vegan-Rezepte-Challenge gestartet und den Verein Rettet das Huhn e. V. als Empfänger der eingehenden Spenden ausgewählt. Für jedes eingereichte vegane Rezept spendet Staatl. Fachingen 10,00 € an den Verein. Gefragt sind vegane Rezepte, die möglichst ohne Fleisch-Ersatz-Produkte (Fertigprodukten aus Soja- oder Seitan) auskommen. Die Rezepte werden von einer Fachjury bewertet und die 22 besten in einem  Buch veröffentlicht, das 2016 beim Kauf eines Mineralwasser-Kastens kostenlos beilgelegt wird. In diesem Kochbuch wird auch über Rettet das Huhn e.V. berichtet, sodass neben den finanziellen Spenden auch noch eine Menge Werbung dem Verein zugutekommen.

Einsendeschluss ist der 28. August 2015
Dein Rezept schicke bitte an: info@food-xperts.de
Teilnahmebedingungen findest Du hier.​

Weitere Informationen zum Verein oder zur Adoption von Hühner: www.rettetdashuhn.de.


P.S.: Die Sache mit dem Ei
Auch wenn die geretteten Hühner bei ihren neuen Besitzern Eier legen, was durch artgerechte Haltung und entsprechende Fütterung reduziert aber nicht gänzlich verhindert werden kann, schadet das nicht zwangsläufig der veganen Sache. Tatsache ist, das jedes Ei, das eines der geretteten Hühner in Freiheit legt und an einen Nicht-Veganer weitergegeben wird, eines weniger ist, das im Supermarkt gekauft wird. 

Außerdem ist es wichtig, die dramatischen Zustände sichtbar und begreifbar zu machen. Nicht alle Menschen haben den Mut hinzuschauen und sich über die grausame Ausbeutung der Tiere zu informieren. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass der direkte Kontakt zu Tieren aus einer Massentierfabrik oder einem Tierversuchslabor entscheidend für das eigene weitere Leben sein kann. Nicht umsonst werden diese Fabriken und Labors möglichst weit ab der Zivilisation erbaut und gesichert wie Fort Knox. 

Diese ausgemergelten Hennen sind Botschafterinnen, die hoffentlich jeden, der mit ihnen in Kontakt tritt, zum Nach- und Umdenken bringt. Lässt man also den Nicht-Veganer das Huhn kennenlernen, dessen Ei ihm weitergegeben wurde, ist das vielleicht eine Chance für alle Hühner.







Kommentare:

  1. was für eine tolle aktion!
    ich bin ja nicht vegan - und muss zugeben, dass ich wirklich gerne eier esse. allerdings nicht aus der legemaschinerie. ich habe bereits einige berichte dazu gesehen und gelesen und finde es furchtbar, schrecklich, grausam, unwürdig. auch, dass die zukünftigen hähne vergast werden, wenn es um die nachzucht von legehennen geht. wie grausam kann der mensch sein.
    hier in der gegend nennt ein hof seine hühnerecke "hühnerhotel". ich muss immer ein bisschen lachen, wenn ich daran vorbei komme. die hühner haben eine große wiese und sandecke und mittendrin steht ein großes holzhaus - das hotel.
    ich glaube, ich gehe jetzt mal gucken, was ich an veganen rezepten habe. :)
    herzliche grüße
    die andere frau s.

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    1. Da wird sich sicher etwas finden :-) Schön, dass Du mitmachen willst! Liebe Grüße

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