Freitag, 25. September 2015

...mit Gesichtspflegeausrüstung für den Mann.

So, es ist so weit: Nach der umfangreicheren Schuhsammlung dehnt der Mann seine Vorherrschaft nun auch auf das Bad aus. Star der aktuellen Sammlung (auch meinem Geruchssinn nach) ist das Bartöl von Portland General Store. Das und alle anderen neuen Wässerchen rezensiert der Mann kurz und schmerzlos wie folgt:

OAK "Beard Wash"
Guter frischer Geruch, leicht zu schäumen, macht den Bart schön fluffig, sehr empfehlenswert.
Anm. d. Red.: OAK kommen aus Berlin. Das Bartwaschgel ist frei von synthetischen Duft- und Farbstoffen, Silikonen, Parabenen und Rohstoffen auf Mineralölbasis.

Triumph&Disaster "Rock&Roll Suicide Face Scrub"
Farbe (schwarz) und Textur (sandig) sind gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie jeck. Ist ein bisschen, wie sich den Inhalt eines Kamins ins Gesicht schmieren, macht aber sehr schön sauber. Empfehlenswert.
Anm. d. Red.: Triumph&Disaster kommen aus Neuseeland und setzen auf Nachhaltigkeit sowie hochwertige, meist natürliche Inhaltsstoffe. Die meisten Produkte sind vegan. 

Triumph&Disaster "No Dice - Sunscreen"
Leider eine Enttäuschung, da die Creme auf der Haut leicht gebrannt hat. Nichts für empfindliche Haut.

Herbivore Botenicals "Beard Tonic Cedar + Bergamot"
Für ein Bartöl etwas zu dünn um ein formschönes Bartdesign hinzukriegen, aber der Geruch ist spitze.
Anm. d. Red.: Herbivore Botanicals kommen aus den USA und stehen für handgemachte vegane Kosmetik mit ausschließlich natürliche Inhaltsstoffen. 

Portland General Store "Old Fashioned Beard Oil - TOBACCO" 
Absolute Spitze, betörender Duft, guter Halt, sehr empfehlenswert.
Anm. d. Red.: Portland General Store ist eine 2007 gegründete Naturkosmetik-Manufaktur aus den USA. Alle Produkte sind vegan, handgemacht und frei von Parabenen, Mineralölen, Sulfaten sowie künstlichen Düften.


Zu bekommen ist das Pflegeequipment z. B. bei Woodberg und Tonsus.


Mittwoch, 16. September 2015

...mit Spätsommerpasta.

Vor ein paar Tagen wurde ich nach Rezeptideen mit grünen Bohnen gefragt. Beim Durchsuchen meiner Blogrezepte fiel mir dann auf, dass ich dazu nur zwei Rezepte anzubieten habe. Das kann und darf so natürlich nicht bleiben.

Frische grüne Bohnen haben bei uns von Juni bis Ende Oktober Saison und sind die perfekte Überleitung in den Herbst hinein. Das Wetter erinnert zwar derzeit eher an den April, aber kalendarisch gesehen befinden wir uns im Spätsommer. Zeit für die etwas deftigere Küche mit Räuchertofu und Bratkartoffeln. Zur Erinnerung an den tollen Sommer dient das würzige Pesto. Begleitet von frischen grünen Bohnen, wird daraus leckere Spätsommerpasta.


Rezept für 2 - 3 Personen
  • 300 g Nudeln (Penne)
  • 500 g grüne Bohnen, frisch und oder TK
  • 2 Kartoffeln, festkochend - geschält und in 1 cm breite Stifte geschnitten
  • 200 g Räuchertofu, in Würfel geschnitten
  • 1 großer Bund Glattpetersilie, Blätter abzupfen
  • 3 Knoblauchzehen
  • 25 g Cashewkerne
  • 25 g Hefeflocken
  • 8 EL Olivenöl
  • 2 EL Wasser
In einer beschichteten Pfanne Kartoffelstifte in 2 EL Öl goldbraun braten. Kartoffelstifte aus der Pfanne nehmen und dann den Räuchertofu ebenfalls goldbraun anbraten.

In einem Mixer die Petersilienblätter, Knoblauchzehen, Cashewkerne, Hefeflocken mit 6 EL Öl und Wasser zu Pesto verarbeiten. Je nach Bedarf mit Salz abschmecken.

Nudeln in mehr als ausreichend (1 Liter mehr) Salzwasser garen. Nach 1 Minute die frischen Bohnen dazugeben. Bei TL Bohnen ist die Garzeit etwas kürzer (etwa 2 Minuten), entsprechend später müssen die dem Nudelwasser zugefügt werden.

Nudeln zusammen mit den Bohnen abgießen und sofort das Pesto untermengen. Mit Räuchertofu und Kartoffelstiften servieren.

Samstag, 12. September 2015

...mit einem Gastpost über Aleppo-Seife.

Heute übergebe ich das Zepter mal an Freundin Mel, die für sich so etwas wie den heiligen Gral in Sachen Körperpflege entdeckt hat: 

Freundin Mel
Ich versuche mich seit nun 4 Wochen an der Aleppo-Seife aus Syrien für meine Haare (in erster Linie) und für meine Haut. 

Seit jeher habe ich Probleme mit Neurodermitis an den Armen, am Hals und neuerdings auch vorrangig im Gesicht. Dass die Neuro nochmals stärker ausgebrochen ist als vorher, hat nicht unwesentlich mit meiner Schwangerschaft und der Hormonumstellung zu tun. Ein weiterer, negativer Aspekt war die Veränderung meiner Haarstruktur. Nicht nur, dass die Haare nach der Stillzeit in Büscheln ausgefallen sind, nein, alles was da jetzt noch nachkommt, bricht auf der Hälfte des Weges ab und meine Haarbürste ist voll mit Haaren. 

Dann wurde mir die Aleppo-Seife ans Herz gelegt. Sie besteht aus Oliven- und Lorbeeröl und eignet sich zur gesamten Körperpflege. Zuerst zu den Veränderungen an meiner Haut: Die Neuro an den Armen und am Hals ist verschwunden. Ich kann es selber kaum glauben, aber sie ist weg. Außerdem muss ich mich seit der Verwendung nicht mehr mit Bodylotion eincremen, da die Seife herrlich feuchtigkeitsspendend ist. 


Dann zu dem Effekt bei meinem Haaren: Ja, es ist am Anfang schwierig, mit der Seife im Haar klarzukommen. Sie schäumt zwar auf, lässt sich aber nicht so richtig gut verteilen. Beim Ausspülen mit Wasser hat man dann erstmal das Gefühl, die Haare sind zu einem Klumpen zusammengeklebt. Das ändert sich aber je häufiger man die Seife verwendet. Die Haare werden wieder viel kräftiger und die Anzahl der Haare in der Bürste ist verschwindend gering geworden. Ab und zu empfiehlt es sich aber, eine sogenannte saure Spülung mit Zitronensaft oder Essig und kaltem Wasser zu machen, damit die Haare auch wieder schön glänzen. Ab und zu kann man auch mal mit einem normalen Shampoo durchspülen, wenn einem dieses kletschige Gefühl mal auf den Keks gehen sollte. 

Nach all den Erfahrungen mit hunderten von Cremes, die fast alle irgendwann wieder im Müll gelandet sind, komme ich zu der allseits bekannten Erkenntnis: weniger ist mehr. Ich benutze nur noch diese Seife. Dadurch, dass der Seifenblock so groß ist, lässt er sich gut teilen und so habe ich überall ein Stückchen dabei. Gekauft habe ich die Seife im Biomarkt (denn’s) für ca. 6 Euro. Und noch ein positiver Effekt: man produziert so gut wie keinen Müll, denn die Seife ist nicht oder nur mit einer Papierbanderole verpackt.


Anmerkung der Redaktion:
Die Seife ist ein rein pflanzliches Naturprodukt und wurde bereits im 7. Jh. n. Chr. in Aleppo (Syrien) entwickelt. In einem speziellen Siedeverfahren wird seither Olivenöl als Hauptbestandteil so lange verkocht, bis das Öl sich vollständig in Glyzerin und Natriumsalz verwandelt hat. Zum Schluss erst wird das Lorbeeröl beigemischt, durch das die Seife antiseptische Eigenschaften erhält. 

Die Seife ist sehr ergiebig, für alle Hauttypen geeignet und kommt natürlich ohne Konservierungsstoffe aus.    


Samstag, 5. September 2015

...mit gefüllten Lamingtons.

Was dem Österreicher sein Kaiserschmarrn sind dem Australier seine Lamingtons. 

Lamingtons sind kleine Biskuithäppchen mit Kakaoglasur und Kokosraspelschicht. In Australien serviert man sie quasi zu jeder Nachtischgelegenheit. Es gibt sie einfach oder auch manchmal auch als Sandwich mit Sahnigem dazwischen. Passend zu den Kokosraspeln habe ich die Kuchenstückchen mit einer Schicht Kokos-Buttercreme verfeinert. Wem das zu viel ist, der lässt einfach die Füllung weg. 


Rezept für 10 Stücke

Teig:
  • 125 g Pflanzenmargarine, Zimmertemperatur
  • 150 g feiner Rohrzucker
  • 1 TL Vanillepulver
  • 2 EL Sojamehl + 4 EL Wasser (gemischt)
  • 250 g Dinkelmehl
  • 4 EL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 120 ml Sojamilch
Füllung:
  • 90 g Pflanzenmargarine
  • 60 g Puderzucker
  • 50 g cremige Kokosmilch (ungesüßt)
Glasur:
  • 400 g Puderzucker
  • 4 EL Kakao (ungesüßt)
  • 10 g Pfanzenmargarine
  • 120 ml Sojamilch
  • Kokosraspel nach belieben
Backofen auf 190 Grad vorheizen. Eine Backform (20x30 cm) mit Backpapier auslegen.

In einer großen Schüssel Pflanzenmargarine und Rohrzucker schaumig aufschlagen. Vanillepulver, Sojamehlwassermischung dazu mixen.

In einer kleinen Schüssel Mehl, Backpulver und Salz gut miteinander vermengen. Anschließend in die große Schüssel dazugeben und noch 120 ml Sojamilch untermengen. Teig in die Backform geben und auf der mittleren Schiene ca. 40 Minute backen (Holzstäbchentest machen!).

Den Kuchen aus dem Ofen holen und 10 Minuten in der Form belassen, dann mit dem Backpapier rausheben und auf einem Gitter komplett auskühlen lassen. Anschließend den Kuchen in möglichst 20 gleich große Stücke schneiden.

Füllung
Die Margarine mit dem Puderzucker schaumig schlagen. Dabei die Kokosmilch nach und nach hinzufügen. Kokoscreme jeweils gleichmäßig zwischen zwei Kuchenstücke streichen. Kuchensandwiches mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen, damit die Creme fest wird.

Glasur
In einer tiefen Schüssel Puderzucker mit Kakao mischen. 120 ml Sojamilch zusammen mit 10 g Pflanzenmargarine in einem Topf erwärmen. Wenn die Margarine geschmolzen ist, die Mischung zu dem Puderzucker-Kakao rühren. Die Glasur darf nicht zu flüssig werden, aber man muss die Kuchenstücke noch eintunken können - notfalls noch etwas Puderzucker zugeben.

Kuchensandwiches mit einer Gabel in die Glasur tauchen und mit Kokosraspel bestreuen. Zum Trocknen die Kuchenstücke auf ein Kuchengitter legen.