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Montag, 19. Mai 2014

...durch Patenkuh Alma.

Heute möchte ich Euch die Geschichte von Alma erzählen.

Copyright: Stiftung Hof Butenland

Alma ist eine Kuh. Und zwar eine ganz besondere Kuh. Nicht nur, weil sie nur ein Horn hat. Sie ist einzigartig, so wie alle anderen Kühe auf diesem Planeten einzigartig sind. Sie haben alle einen eigenen Charakter. Jede hat ihre Geschichte, die meisten eine ähnlich traurige und leidvolle. Auch Alma hat eine solche Geschichte.

Alma war früher eine Milchkuh. Sie lebte zusammen mit 180 anderen Milchkühen in einem Stall in Anbindehaltung. Bis dann plötzlich eine Kuh nach der anderen tot umgefallen ist.

Diagnose: chronischer Botulismus, vermutlich ausgelöst durch mit Glyphosat verseuchtes Futtermittel. Sogar der Landwirt erkrankt. Alle Kühe sterben - bis auf Alma. Ein Wunder. Leider zunächst wenig positiv für die "Wunderkuh", die sofort hochschwanger zu Versuchszwecken in die Uni gebracht wird. Fast 2 Jahre verbringt sie dort und muss diverse Versuche über sich ergehen lassen. Nachdem Alma dort einen Kaiserschnitt mit Totgeburt, eine Labmagenverdrehung, sowie eine Mastitis überlebt hat, fasst sich die verantwortliche Professorin ein Herz und findet auf Hof Butenland ein neues zu Hause für Alma.

Als Alma im Juni 2012 auf Hof Butenland ankommt, ist sie erst 5 Jahre alt. Gezeichnet von der Tortur der letzten Jahre wirkt sie älter. Ihr Körper ist ausgemergelt. Sie ist zunächst sehr unsicher und braucht lange, bis sie sich an die neue Umgebung, die Freiheit gewöhnt hat.

Alma bei ihrer Ankunft auf Hof Butenland 2012

Mittlerweile hat sie sich sichtlich erholt. Ihre Blutwerte werden weiterhin untersucht und sie erhält täglich spezielle Mineralstoffpelletts. Mit der Zeit hat sich Alma wunderbar auf dem Hof eingelebt. Die Strapazen von früher sieht man ihr heute nicht mehr an. Sie genießt ihre Freiheit und nutzt auch regelmäßig den freizugänglichen Wellness-Bereich.


Almas Leben hat sich zum Guten gewandelt. Das ist das eigentliche Wunder. Die Rettung einer Kuh mag für einige seltsam erscheinen oder wie der Tropfen auf den heißen Stein aussehen, wenn man das große Ganze betrachtet. Aber für Alma hat es das ganze Leben verändert. Ein Leben ist und bleibt ein Leben. Auch nur ein einziges Leben zu retten ist jede Anstrengung wert.


Wir alle, und da schließe ich mich bewusst mit ein, schulden unseren sogenannten Nutztieren Respekt. Aus diesem Grund habe ich die Patenschaft für Alma übernommen. Ich hoffe, dass Alma noch viele unbeschwerte Jahre erleben darf. Auf Hof Butenland wird das sicher gelingen. Hier hat sie endlich ein zu Hause und Freunde gefunden. Das ist auf Hof Butenland auch nicht schwer. Freundschaften schließt man dort schnell und üblicherweise artübergreifend.


Wer sich für eine Tierpatenschaft interessiert, findet hier weitere Infos. Auf Hof Butenland leben viele ehemalige Nutztiere, die finanzielle Unterstützung gut gebrauchen können. 

P.S.: Tierpatenschaften lassen sich auch ganz hervorragend verschenken.

Sonntag, 24. November 2013

...mit einem Beitrag im eMagazin von Katrin Klink.

Ich hab mich sehr gefreut, als die wunderbare Katrin von dailyperfectmoment mich vor ein paar Wochen gefragt hat, ob ich ein Rezept zu Ihrem eMagazin beisteuern möchte. Katrins Blog verfolge ich nun schon seit Beginn meiner eigenen Blogger-Zeit. Mir gefällt ihre Idee, täglich einen perfekten Moment in Wort und Bild festzuhalten. Das schärft den Sinn für die Zwischentöne und auch die kleinen Dinge des Tages. Viel zu oft warten wir nur auf die großen Ereignisse und lassen dabei die vermeintlichen "Nebensächlichkeiten" außer Acht. Aber gerade in diesen Nebensächlichkeiten steckt oft erstaunlich viel Magie und Schönheit. Diese versteht Katrin eindrucksvoll in wunderschönen Fotos einzufangen.

Neben ihrer Tätigkeit als FotografinGrafik-Designerin und Illustratorin hat Katrin vor ein paar Monaten eine Reihe von sehr schönen Magazinen konzipiert und veröffentlicht. Die aktuelle Weihnachtsausgabe enthält nicht nur meinen Freibeuterkuchen in einer bad-ass Weihnachtsversion, sondern auch noch viele weitere leckere Rezepte sowie tolle Bastel- und Geschenkideen.



Ganz besonders freue ich mich auf ein gemeinsames Projekt, das Katrin und ich planen. Vor dem neuen Jahr wird das sicher nix mehr, da wir beide derzeit an chronischem Zeitmangel leiden. Sobald es dazu Neuigkeiten gibt, werde ich berichten.

Sonntag, 21. April 2013

...mit einer Weide auf dem Balkon.

Ausnahmsweise gibt's heute mal nix Verzehr-, Trag- oder Auftragbares. Sondern nur was Schönes zu gucken. Unser Weidenbäumchen auf dem Balkon hat nämlich schon gleich gestern eine neue Freundin gefunden:




Freitag, 17. August 2012

...mit ihrem Lieblingsort.


Zum ersten Mal mache ich heute bei der Lieblings…-Aktion von Else, Michelle und Tine mit. Unerklärlicherweise hat mir früher als Kind das Ausfüllen von Freundschaftsbüchern immer besonders gut gefallen. Unerklärlich deshalb, weil ich damals so gar nicht der Typ dafür war und die meisten über einen Eintrag von mir eher verwundert waren. Trotzdem fand ich es super und ich glaube auch irgendwie wichtig, meine Lieblingsfarbe, -essen, -filme, und -schauspieler der Welt mitzuteilen. Es gibt immer noch Wichtiges mitzuteilen, aber ab einem gewissen Alter werden Freundschaftsbücher ja irgendwie seltsam. Ich finde die Idee deshalb auch sehr schön, jeden Monat ein Lieblingsding zu posten. Und gestartet wird heute mit dem Lieblingsort.

Foto: Copyright Stiftung Hof Butenland
Mein Lieblingsort ist Hof Butenland in Butjadingen (Niedersachsen). Ein Stück Himmel auf Erden. Auf diesem Hof werden alle schmerzempfindlichen und leidensfähigen Lebewesen mit Achtung und Respekt behandelt.
Hof Butenland ist ein Lebenshof für Tiere. Früher wurde der Hof als normaler Landwirtschaftsbetrieb geführt. Heute leben dort über 170 Tiere auf 40 Hektar Land. Es handelt sich meist um Notfälle und ehemalige „Nutztiere“. Tiere, die von uns Menschen jahrelang wie Maschinen behandelt wurden und deshalb heute ausgezehrt und körperlich, wie auch geistig völlig am Ende sind. Auch ungewollte und gequälte Tiere finden hier ein neues zu Hause. Die meisten benötigen umfassende medizinische Behandlung und intensive Pflege, um sowohl physisch, als auch psychisch gesund zu werden.



So auch mein Patenschwein Erna. Erna war ca. 8 Monate alt, als sie zusammen mit Ihrer Freundin Else 2010 nach Hof Butenland kam. Beide stammen aus einem Tierversuchslabor. Sie hatten keine Zähne und wiesen frische Operationsnarben auf. Beide waren extrem schreckhaft. Sie kannten weder Außentemperaturen noch Tageslicht und mussten erst langsam daran gewöhnt werden. Die beiden sind seit dem unzertrennlich, unternehmen alles gemeinsam und schlafen immer eng aneinander gekuschelt in ihrem Strohbett. Es ist toll zu sehen, wie neugierig und mutig die beiden in den letzten 2 Jahren geworden sind. Bei meinem ersten Besuch im letzten Jahr konnte ich das gut beobachten: Beim Betreten des Erna/Else-Ackers kamen jeweils 250 Kilo beeindruckendes Glück auf mich zu galoppiert.



Foto: Copyright Stiftung Hof Butenland

Die Arbeit, die hier von den menschlichen Butenländern geleistet wird, ist mit Gold nicht aufzuwiegen. Ich kann nur jedem empfehlen, den Hof einmal zu besuchen und die Bewohner kennenzulernen. Es füllt einem das Herz und die Seele. Ja, und es macht auch nachdenklich. Das soll es auch. Denn nur dadurch können wir auch etwas verändern. Und das müssen wir dringend. 

Damit der Hof auch dauerhaft ein friedlicher Zufluchtsort für Tiere bleiben kann, wurde die Tierschutz Stiftung Hof Butenland gegründet. Das bedeutet, dass gemäß Stiftungszweck, das Ausbeuten und Töten von Tieren auf dieser Fläche zeitlich unbegrenzt untersagt ist. Mit einer Unterstützung der Stiftung fördert man also diesen wichtigen Lebensraum für Tiere auch in der Zukunft.

Foto: Copyright Hof Butenland

Montag, 23. Juli 2012

...durch die Geschichte von Fiete und Freundin B.

Das ist Fiete.

Eine der Fragen des vorletzten Frage-Foto-Freitags lautete: Was hast Du Dich getraut? Meine Antwort: Ein Besuch im Tierheim. Ich war mit Freundin B. dort, die sich nach einem neuen Familienmitglied umgeschaut hat. Der Besuch war für uns beide nicht leicht. Mit dem Bewusstsein, nicht alle mitnehmen zu können, sind wir schweren Herzens von dort wieder weggefahren. Besonders traurig war es dann später noch für B., als sie erfuhr, dass der Hund, der hätte in Frage kommen können, nach 3 Jahren Tierheimaufenthalt nun doch bereits vermittelt worden war. Eigentlich ja toll für den Hund, aber B. war enttäuscht.

Fest entschlossen hat sich B. dann aber weiter tapfer in Tierheimen der Umgebung umgeschaut. Und sie hatte dabei eine sehr genaue Vorstellung, wie der für sie passende Hund aussehen sollte. Entsprechend skeptisch war sie dann, als eine Mitarbeiterin des Heims ihr von einem Neuankömmling auf der Pflegestelle berichtete, der in etwa das Gegenteil von dem war, was sie sich vorstellte. Was genau sie dazu bewogen hat, trotzdem hinzufahren und sich den Hund aus der Nähe anzuschauen, ist schwer zu sagen. Aber sie hat es getan. B. fährt also da hin. Klingelt. Die Dame der Pflegestelle macht die Tür auf. Der Hund steht erst daneben, sieht meine Freundin B. und rennt sofort weg.

Als B. mir am Telefon davon erzählt, weiß ich sofort: Das war der Zeitpunkt, in dem es bei ihr "klick" gemacht hat. Das war der Zeitpunkt, in dem sie sich in Fiete verliebt hat.

Damals hieß Fiete noch Jonny und hatte eine ziemliche Odyssee hinter sich. Er ist ca. 3 Jahre alt und seine ganze Vorgeschichte ist nicht bekannt. Aber irgendwann landete er als Straßenhund in der Türkei. Wurde eingefangen und dort in ein eher heruntergekommenes Tierheim verfrachtet. Aufgrund seines sanften, eher schüchternen Charakters, entspricht er leider so gar nicht dem, was in der Türkei bei der Hundevermittlung gefragt ist. Damit sanken seine Vermittlungschancen gegen Null. Das Schicksal, welches diese nicht vermittelbaren Hunde meist erwartet, kann sich jeder selber denken. Zum Glück wurde ein deutscher Tierschutzverein auf Fiete aufmerksam und hat ihn nach Deutschland geholt. Nach dem Transport ist er dann zunächst bei der Pflegestelle in Köln untergekommen.


Fiete ist sehr vorsichtig, zurückhaltend und im Moment noch sehr ängstlich. Man sieht ihm die Unsicherheit an. Er muß seinen Platz auf dieser Welt erst finden.


Sehr langsam nähern sich B. und Fiete an. Sie sind erst seit ein paar Tagen zusammen, müssen sich noch kennenlernen und aneinander gewöhnen.


Aber man spürt auch, dass er gerne Vertrauen fassen möchte. Dass er hofft, jetzt endlich angekommen zu sein. Fiete weiß noch nicht, was ich weiß. Er kennt meine Freundin B. ja auch noch nicht so gut wie ich. Würde er sie kennen, dann wüsste er, dass er endlich zu Hause ist.

Mittwoch, 27. Juni 2012

...scheinbar nicht durch respektvolles Abstandhalten.

Es gibt wenig, dass mich so sehr aufregt, wie fremde Menschen, die einem räumlich zu nah auf die Pelle rücken. Was ist bloß los mit den Leuten?    

Keine Ahnung, ob, und wenn ja, wie oder wo ich das gelernt habe. So ein gewisses Gespür für das respektvolle Einhalten von Grenzen trägt man doch in sich. Denke ich. Oder bin ich die Einzige, die nicht zwangsläufig in der Duftwolke schweißgetränkter Kleidung und zwiebeligem Atem stehen möchte?

Ich könnte ausflippen, wenn ich hinter mir an der Kasse eine Wärmeentwicklung spüre, als stünde ich 2 cm vor einem bollernden Heizlüfter. Meist drehe ich mich dann genervt um und starre dem Drängler so lange ins Gesicht, bis der oder diejenige den Blick abwendet. Wenn’s ganz unverschämt ist, trete ich auch gerne mal, scheinbar gedankenverloren, einen grosszügigen Schritt zurück nach hinten. Wahlweise schwenke ich auch den Ellbogen ein wenig weiter aus als üblich. „Uups! Tut mir sehr leid. Ich wusste ja nicht, dass Sie bereits so nah aufgefahren sind.“ Mehr Abstand verschaffe ich mir damit aber erstaunlicherweise in beiden Fällen nicht. Also, was tun?

Immer wieder nehme ich mir vor, bei der nächsten ungewollten Annäherung, die entsprechende Person höflich um mehr freien Raum zu bitten: „Entschuldigen Sie bitte, aber wären Sie so freundlich und würden ein kleinwenig mehr Abstand halten? Ich empfinde diese ungewollte Nähe als unangenehm und fühle mich bedrängt.“ Wäre doch sehr höflich und ehrlich, oder? Wirklich getraut habe ich mich das bisher aber noch nicht.

Donnerstag, 14. Juni 2012

…durch vegane Kochbücher.

Erfreuliches gab es gestern im Buchladen meines Vertrauens zu sehen: einen ganzen Stapel vegetarischer und veganer Kochbücher in werbewirksamen Arrangement, mitten im Verkaufsraum platziert. Das musste belohnt werden. Also habe ich sofort, durch das ansprechende Productplacement animiert (auch der Händler braucht Bestätigung), in ein neues Kochbuch investiert. 

Zu sehen gibt's das Ganze bei Bouvier in Bonn.